Home       

 

Dusty

Heute,Freitag 7.8.2015.Nach 16 Jahren und 8 Monaten ist "unser Jung", Dusty von seinen Leiden erlöst worden.   Ein großer Schmerz für  uns,  eine Erlösung für Dusty den freundlichsten, intelligentesten, sensibelsten,  Begleiter  für  viele  Jahre.  Er  wird immer in unserem Herzen und unsere Erinnerung bleiben.

Unser Dank geht an die Dierenklinik Zierikzee, die außergewöhnlich sensibel im Umgang mit kranken Tieren und trauernden Menschen ist .

http://www.dapschouwen-duiveland.nl/home/

Ich hatte einen Kamerade

 

Das letzte Foto

                                         

Seine Urne

Der letzte Gang 

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich wach –
Was Du dann tun musst – tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag – mehr als jemals geschehen –
                                                                            muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.                                                                                 

Wir lebten in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur – bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit – ich bin sicher – wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal –
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist –
Der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Sein 17ter Geburtstag, 16 Jahre

Eine unglaubliche Geschichte.

Wir haben im Jahre 2000 unseren Dusty, Jack Russel Terrier ,tricolore, gefunden. Heute liegt er hier bei uns und wir feiern seinen 17ten Geburtstag, also er ist ca 16 Jahre.

Wir sahen ihn zum ersten Mal im Hafen von Cartagena .Er war sehr schlau. Hatte sich vor unseren Füssen zusammengerollt und zitterte am ganzen Körper. Ich dachte er stirbt gleich. Meine Frau holte eine Fleischwurst aus unseren eben gekaufte Lebensmittel und hielt sie ihn unter die Nase. Er sprang auf und war voller Freude und Leben. So ein Schlingel. Wir dachte er gehört wohl zum Hafen. Ich sehe ihn noch im Rückspiegel wie er uns sehnsüchtig nachschaute als wir wieder weg fuhren.

Wir wohnten damals ca 40 km von Cartagena entfernt. Zuhause angekommen sprachen wir darüber ob er nicht doch vielleicht ein Streuner war. Tags darauf fuhren wir erneut zum Hafen und suchten ihn. Aber es war kein Terrier zu sehen. Also wieder nach Hause.


 

Am nächsten Tag, es war ein Sonntag, das gleiche Spiel,. Kein Hund zu sehen. Was soll ich sagen? Montags fuhren wir zum dritten mal nach Cartagena. Dieses Mal kauften wir einen Stadtplan und fragten einen Taxifahrer wo hier Tierheime zu finden sind. Wir folgten den Anweisungen des Taxifahrers auf der Karte und landeten oben auf dem Berg in Cartagena in einer Hunde Auffangstation. Wir sprachen damals kaum Spanisch und wir riefen eine Freund an der dem Tierpfleger mitteilte was wir wollten, nämlich im Tierheim nach den Terrier suchen.

Wir waren kaum im Gehege da sahen wir den „Hafenköter“, angebissen voll Urin aber sonst anscheinend gesund. Unglaublich.


 

Wir wollten ihn gleich mitnehmen .Das war aber nur möglich nach einer Woche Wartezeit und danach eine Tierärztliche Untersuchung. So sagte man uns. Wir fuhren nach hause.

Die Tage vergingen und so , es war wohl Mittwoch, sagte wir uns: Unser Hund sitzt dort im Tierheim und wir wissen nicht wie es ihm geht. Also fuhren wir los ihn zu besuchen.Bei der Ankunft sahen wir wie stark verbeult und voll uriniert er von den anderen Hunde behandelt war. Der Pfleger verstand nun das wir großes Interesse an das Tier hatte und verbrachte ihn in eine Käfig mit Welpen. Gut so.

Am darauf folgenden Montag, die Woche Wartezeit war vorüber, ab zu Tierheim. Dort angekommen fuhren wir mit den Tierpfleger und DUSTY, so hatten wir ihn genannt, zum Tierarzt. Dort bekam er seine Impfungen .Die Tierärztin sprach englisch was wir verstanden. Sie erklärte das Dusty wohl knapp ein Jahr alt sei und vom Tierfänger der Stadt eingefangen wurde und so im Tierheim landeten. Er wäre nicht alleine gewesen als man ihn jagte , aber die anderen Hunde aus der Meute waren verschwunden und ihn hatte man (Gott Lob für uns alle) erwischt. Nachdem wir Futter und Impfungen bezahlt hatten , ich glaube, 90 Euro, fuhren wir zu unserem Haus in Mazarron. Im Gepäck einen geschundene Hund der 25 Zecken am Körper hatte. Die wurden dann von uns behutsam entfernt . Baden sollten wir ihn, laut Ärztin, noch nicht da es zu viel Stress für das Tier bedeutete.

Um es kurz zu machen: Dusty ist ein außergewöhnlicher Vierbeine, sensibel, flink und sehr schlau. Er ist ein guter Reisehund, im Auto und auch auf unserem Segelboot, er ist ein “mäkeliger“ Esser, teilt sich sein Futter ein, er hat nie, nie einen Menschen auch nur an geknurrt. Ein absoluter Familienhund. Er hat in den 15 Jahren wo er bei uns ist fast nie gebellt. Wenn`s hoch kommt zwei mal im Monat. Heute ist er voller Warzen, hat einen Bauch, na und? , und bekommt sein Gnadenbrot: Leckerchen, schlafen, 20 Stunden am Tage, gassigehen nur noch 300 Meter maximal. Seine Beine wollen nicht mehr. Er trägt Schühchen an den Hinterläufen da er auf glatten Boden manchmal ausrutscht.

 Wenn er das Zeitliche gesegnet hat wird er uns sicher immer fehlen.

       1.4.2015  : Kein Aprilscherz

   Mein Geburtstag ist `ne feine Sachen. Heut werde ich 16 Jahr alt.  

                         

Dusty und der Frosch